Das erste Mal tat’s noch weh …. (Teil 2/2)

Die Schmerzen sind nur sehr schwierig zu beschreiben. Jeder kennt es sicherlich, wenn er statisch aufgeladen ist und einen „gewischt“ bekommt, wenngleich das ja in unterschiedlichen Stärken passieren kann. Eben je nachdem, wie stark man gerade aufgeladen ist und so. Jetzt darf sich der Leser einfach an den schmerzhaftesten Moment erinnern, als er elektrostatisch eine gewischt bekommen hat und diesen Schmerz locker verdoppeln oder verdreifachen. Dann noch die Vorstellung dazu, dass das etwa 200x in etwa 30 Minuten erfolgt in einer sehr kleinen, beengten Körperregion (eben im Gesicht in der Bartregion) und damit hat man jetzt eine recht gute Vorstellung von den Schmerzen dieser Tortur.

Zuhause angekommen, habe ich mich im Spiegel betrachtet. Ich sah nicht schrecklich aus. Denn das wäre untertrieben. Ich sah einfach nur noch scheiße im Gesicht aus. Da hilft es auch, kein Schleifchen um diese Formulierung zu machen. Teilweise sind Barthärchen direkt aus der Wurzel „rausgesprungen“ und hingen noch so halb im Gesicht, an anderen Stellen war es rötlich. Aber eines war überall, wo der Laser war: es war verdammt empfindlich. Ich versuchte, die Spuren der Behandlung vorsichtig mit einem Waschlappen zu beseitigen, aber das war nicht so einfach. Wenn ich mit dem kühlen und feuchten Waschlappen an eine Stelle im Gesicht ging und mit einem leichten Druck diesen dann über die Oberfläche zog, war das nicht nur sehr unangenehm, sondern sogar leicht schmerzhaft.

Diese Empfindlichkeit der Gesichtsregion hielt einige Tage an, bis diese dann langsam wieder in Richtung Normalität ging. Dafür aber gesellten sich jetzt Entzündungen im Gesicht dazu. Das sah jetzt auch nicht wirklich besser aus. Nach knapp 10 Tagen hatte ich aber auch das überstanden und das Gesicht sah wieder halbwegs normal aus.

Ein paar Tage später (also gut zwei Wochen nach der Laserbehandlung) konnte ich dann auch die ersten Erfolge sehen: Beim Rasieren hatte ich richtig dicke Stoppeln dabei, die ausgefallen sind und eben an der Rasierklinge hingen. Es fielen die ersten Barthaare aus. Und das über Tage hinweg. Für mich ein großes, erstes Erfolgserlebnis.

Nach 3 Behandlungsterminen (und somit etwa 3 Monaten) war mein Bartschatten quasi nicht mehr richtig vorhanden und ich lief immer häufiger im Alltag auch ohne Makeup rum. Schminken kostet eine Menge Zeit am frühen Morgen und zum anderen ist es auch für die Haut sicherlich nicht das Beste, jeden Tag von morgens bis abends „zugepflastert“ zu werden. Und auch das Abschminken am Abend ist immer ein wenig nervig, aber es muss ja sein, wenn man Makeup aufträgt.

Mittlerweile habe ich 4 Behandlungen hinter mir und die Schmerzen haben bei den weiteren Behandlungen nachgelassen. Ob es Gewohnheit ist oder was auch immer, ich habe keine Ahnung. Aber ich war froh darüber. Aber das sollte sich bei der 5. Behandlung leider wieder ändern. Hier war es wieder so unangenehm und schmerzhaft, das mir wieder die Tränen in den Augen standen. Auch bei der 6. Behandlung war es so. Das Ganze ist eigentlich auch einfach zu erklären: Die Stärke des Lasers wird bei jeder Behandlung gesteigert. Und dementsprechend wird es also schmerzhafter, auch wenn immer weniger Haare da sind. Aber diese widerspenstigen müssen ja auch noch weg und dafür ist die Steigerung der Intensität notwendig. Ein Teufelskreis, würde jetzt „TV Kaiser“ sagen. Wer „TV Kaiser“ nicht kennt, der kennt hoffentlich Google.

Insgesamt stehen mir noch mindestens 4-6 Behandlungen mit dem Laser bevor. Der Rest, der dann noch da ist, muss dann mittels Nadelepilation weg. Einen kleinen Vorgeschmack darauf habe ich bereits erhalten, denn ich hatte links neben der Nase ein etwas dickeres, „struppiges“ Haar, was mich schon immer störte und ich fragte bei einer Behandlung, ob man das Haar gezielt entfernen könnte. Da es aber ein helles Haar war, konnte der Laser nichts ausrichten. Denn dafür muss das Haar dunkel sein. Da wir aber ja nach der Laserepilation eh was Wartezeit hatten wegen dem Kühlen mit dem Kühlpad, hat Sie dann einfach dieses eine Haar mittels Nadelepilation entfernt.

Dabei geht man mit einer kleinen, feinen Sonde in den Haarkanal bis zur Wurzel und zerstört dann die Haarwurzel mittels eines Stromimpulses. In meinem Falle mussten insgesamt 3 Impulse auslöst werden, jeweils mit steigender Intensivität, da es recht widerspenstig war, wie Sie auch meinte. Aber ich kann sagen: Das Haar ist weg, es kam nie wieder.

Aber genau diese Prozedur steht mir mit allen restlichen Barthaaren bevor, die nicht mit dem Laser entfernt werden konnten. Jedes einzelne Barthaar muss auf diesem Wege entfernt werden. Das ist eine langwierige und noch schmerzhaftere Angelegenheit. Denn diese drei Impulse waren schon echt unangenehm. Ich hoffe, dass die meisten Barthaare bis zum Ende der Behandlung weg sein werden.

Angesetzt sind nach der Laserbehandlung noch etwa 60-75 Behandlungen mit Nadel-Epilation. Und jede Behandlung mit der Nadel benötigt etwa 15-20 Minuten. Das Ganze ist also definitiv eine sehr langwierige Sache.

Aber ich habe bereits ein wichtiges Zwischenziel erreicht: Ich brauche meistens kein Makeup mehr, lediglich nach der Behandlung muss ich die Spuren der Behandlung öfters etwas verwischen und brauche etwas Makeup. Aber damit kann ich sehr gut leben, da es nur wenige Tage danach notwendig ist.

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