Lasse reden, Teil 3 (03/2018)

Neben dem modischen Neuanfang gab es ja noch eine ganz andere Herausforderung im März: Ich musste noch meine Freunde, Nachbarn, Verwandte & Co. informieren. Also streng genommen muss man das natürlich nicht, macht aber irgendwie Sinn. Und man selbst möchte das ja auch. Zumindest meistens.

Ich hab also eine Liste mit den ganzen Namen gemacht und mir im Vorfeld überlegt, wie ich das Gespräch am besten angehen könnte. Da gibt es natürlich kein Patentrezept, denn auch hier gilt: Jede(r) ist anders. Natürlich kommt es auch auf den Gegenüber an, wie man ein solches Gespräch am besten führt.

War ich noch bei den ersten Gesprächen recht nervös, hat sich die Anspannung sehr schnell gelegt. Ab dem fünften oder sechsten Gespräch lief das Ganze bei mir schon recht routiniert ab. Bisher hatte niemand ein Problem damit. Alle waren interessiert und hatten unzählige Fragen, Somit konnte ich ein gutes Gefühl aus den Gesprächen mit nach Hause nehmen.

Es gab aber diese eine Herausforderung in der Nachbarschaft. Die war dann doch nicht ganz so routiniert für mich. Ganz im Gegenteil. Denn es gab Nachbarn, mit denen ich auch immer viel zu tun hatte. Beide sind eigentlich sehr umgänglich, wir kennen uns seitdem sie hier in die Straße gezogen sind, also bestimmt schon 10 Jahre. Die zwei engagieren sich sehr für die Evangelische Kirche. Außerdem sind sie auch in vielen Dingen sehr kirchlich. Nun ja, auch da musste ich irgendwie durch.

Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt schon fast ein Dutzend Gespräche hinter mir hatte, war ich hier dann doch extrem nervös, was man mir wohl angemerkt hatte. Aber selbst hier war alles im Grünen.

Immer diese doofen Vorurteile, diesmal hatte ich ja selbst welche über andere. Was soll ich sagen, ich bin ja auch nur ein Mensch. Ich weiß auch aus den Foren und anderen Berichten, dass sich auch andere die wildesten Gedanken darüber machen, wenn Sie es Ihren Freunden, Bekannten und Verwandten erzählen. Bei fast allen lief es ähnlich problemlos wie bei mir ab. Man macht sich einfach selbst im Kopf total kirre und bekloppt.

Ich erinnere mich auch noch sehr gut an das Gespräch mit Steffi, der besten Freundin meiner Ex. Ich war extra fast eine Autostunde zu Ihr nach Hause gefahren, um es Ihr persönlich zu erzählen. So saßen wir also auf der Couch bei Ihr im Wohnzimmer und ich legte mit „Ich muss dir was erzählen“ los, woraufhin Steffi direkt mir ins Wort fiel und sagte „Du willst dich um operieren lassen!“. Ich weiß nicht, ob ich in dem Moment wie ein entgleister Zug geschaut habe und wie tief meine Kinnlade in dem Moment fiel. Aber da war ich dann gelinde gesagt sehr baff. Denn Steffi und ich sehen uns echt selten und auch auch darüber hinaus war/ist der Kontakt eher gelegentlich gewesen. Und nein, Sie hatte es im Vorfeld auch von niemandem anderen erfahren.

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