Lasse redn, Teil 1 (03/2018)

Es gab in meinem Leben viele Dinge, die sicherlich von größerer Bedeutung waren und sind. Ich glaube aber, die größte Veränderung war und ist in der Tat die Veränderung von Mann zu Frau.

Nach meiner großen „Depri-Phase“ im Februar 2018, hatte ich für mich ja einen Entschluss getroffen – ich gehe damit künftig öffentlich um. Bereits Anfang 2017 habe ich begonnen abzunehmen. Damals wog ich 106 Kilo, wobei das immer noch nicht mein Negativ-Rekord war, denn dieser lag bei 116 Kilo. Nichts worauf man stolz sein kann, das war einfach nur angefressen. Selbst mit 106 Kilo wog ich viel zu viel.

Bereits damals dachte ich mir, dass man mit diesem Gewicht im Kleid eher wie eine Presswurst aussieht. Kurz gesagt, alles andere als schön. Gut, es gibt auch Kleider für Frauen die ein paar Kilo mehr auf die Waage bringen und die damit auch mehr oder minder gut aussehen. Karl Lagerfeld hat auf die Frage warum er keine großen Größen macht, aber recht treffend geantwortet:

„Meine Mode sieht als Zelt einfach nicht gut aus.“

Er sollte Recht behalten, mit weniger Kilos auf den Rippen sieht das Ganze einfach besser aus. Also habe ich angefangen abzunehmen – mit eiserner Diät. Die einen sagen „FDH“ (Friss die Hälfte) dazu, die anderen nennen es „Weight Watchers“. Wie man es auch nennt, bei mir hat es funktioniert und nach der Abnehmphase war meine Waage sehr freundlich zu mir. Immerhin zeigte Sie mir 86kg an.

Ich fühlte mich auch deutlich wohler mit meinem neuen Gewicht, dem quasi neuen Körper und diesem Lebensgefühl. Durch das Abnehmen hatte ich mittlerweile auch Probleme was meinen Kleiderschrank betrifft. Wobei der Kleiderschrank an sich völlig unproblematisch war, es war dann doch eher der Inhalt. Die ganzen Herrenklamotten waren eben noch aus der Zeit, wo ich eben noch 106 Kilo wog. Und es waren halt Herrenklamotten….

Ich hatte mir mittlerweile von meiner Freundin eine Jeans geliehen, die (nicht nur zu meinem Erstaunen) mir auch hervorragend passte. Meine eigenen Jeans waren einfach an allen Ecken und Enden zu groß, da half auch der beste Gürtel nicht mehr. Es sah total bescheiden aus, die Formulierung „nasser Sack“ war noch zu freundlich dafür. Ich stand also auch an dem Punkt, dass ich unbedingt Klamotten kaufen musste, sofern ich nicht Liebhaber der „Nasser Sack“-Kollektion werden wollte.

Ein Einkauf in der Herrenabteilung machte aber einfach keinen Sinn mehr, warum unnötig Geld an dieser Stelle ausgeben, wenn ich nur wenige Wochen später das Zeugs nicht mehr anziehen wollen würde. Da war oder besser gesagt bin ich einfach viel zu geizig dafür. Das bedeutete im Umkehrschluss, dass ich also von nun an in der Damenabteilung einkaufen werde. Ohne jetzt eine repräsentative Umfrage durchführen zu wollen, werden sicherlich 98% der Leser wissen, das grob 80% der im Handel erhältlichen Klamotten für Frauen und 20% für Männer sind.

Bedeutet also für mich:
Viel mehr Auswahl. Viel mehr Möglichkeiten. Dinge, die ich bisher nicht hatte. Kleider, Röcke, Blusen, Blazer, Pumps und was weiß ich noch alles.

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