(M)ein Jahresrückblick 2020 (1. Quartal)

Das Jahr 2020 war etwas ganz besonderes. Chaotisch. Turbulent. Vielfältig, Bewegend. Einfach besonders. Zumindest für mich persönlich. Dabei hat das Jahr 2020 für mich doch eher ziemlich tief begonnen. Mit dem (vermutlich) tiefsten Fall in meinem Leben. So habe ich mich Mitte Januar mit Alkohol so dermaßen abgeschossen, das ich weder eigenständig laufen konnte (kein Witz!) noch sonst Herr meiner Sinne war. Ich habe mich im Nachgang selbst über mich sehr erschrocken (denn wer mich kennt, weiß, das ich vielleicht 2x im Jahr ein ganz klein bisschen Alkohol trinke, vielleicht mal einen kleinen Feigling oder einen Schnaps beim Griechen oder so – aber eben nicht mehr!).

Tatsächlich habe ich mich zwei Wochen später in einer psychosomatischen Klinik wiedergefunden – aber aus eigenem Willen. Denn ich wollte nicht irgendwann ganz am Boden liegen. Immerhin bin ich ein Steh-auf-Weibchen und ich hatte für mich erkannt – irgendwas stimmt mit mir nicht. Ganz und gar nicht.

Ursprünglich war für Mitte Februar ja meine Geburtstagsfeier geplant, der auf einen Freitag fiel. Aber auch den habe ich Mitte Januar abgesagt, weil mir klar war, das das vermutlich besser sei. Also alle Einladungen wieder zurückgezogen. Den angemieteten Raum wieder storniert. Und das war gut so. Nicht nur, das ich im Februar in der Klinik war, Zweieinhalb Wochen nach meinem Geburtstag war dieses komische Virus zudem in aller Munde und im März war das Land im Lockdown. Und ich immer noch in der Klinik – quasi abgeschottet von der restlichen Welt.

Ich habe -im Gegensatz zu den meisten anderen Patienten- einen Schnellparcour hingelegt und konnte Ende März die Klinik verlassen. Mir ging’s gut, wäre ich aber länger dageblieben, wäre das nicht gut gewesen. Ich hatte einerseits gemerkt, das ich die Therapien nicht mehr brauchte. Ich war wieder „im Normalzustand“. Und das Thema von diesem komischen Virus war halt in vielen Gesprächsrunden immer Thema und das ging mir mehr als nur auf die Nüsse.

Im Nachgang muss ich sagen, der Aufenthalt dort hat mir sehr gut getan. Ich habe viel Zeit mit mir verbracht. Ich habe viel in den Therapien gelernt. Ich habe für mich einige Erkenntnisse gewonnen, die mir auch heute noch helfen. Im Nachgang ganz klar: Ich habe, trotz des totalen Tiefs, die absolut richtige Entscheidung getroffen.

Und manchmal sind die Zufälle ja immer genau dort zur Stelle, wo man am wenigsten damit rechnet. Denn während ich in der Klinik war, lief mir bedingt durch den Aufenthalt jemand in Bonn über den Weg, in den ich mich dann schneller als mir lieb war verguckt hatte. Ich wollte es mir zu Beginn nicht eingestehen, hab es mir sogar ausgeredet. Mehr wie nur einmal. Aber wer mich kennt, weiß auch: Wenn ich mir was in den Kopf setze, dann kann man mir das nicht ausreden. Nicht einmal ich selber schaffe das bei mir.

Zugegeben, verlieben kann man sich überall in jeden, den man begegnet. Tatsächlich meinte es das Schicksal aber gut mit mir und am 18. März bin ich mit Ihr zusammen gekommen (und bin es auch bis heute). Aus dem anfänglichen tiefen Tief im Januar bin ich im März sehr gestärkt rausgegangen. Was für ein turbulentes erstes Quartal ….

Hier geht es zum Jahresrückblick der Monate April, Mai und Juni 2020.

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