Die Auto-Versicherung

Eigentlich sollte man sich vorstellen können, dass eine Autoversicherung abzuschließen kein Problem ist. Wir wussten von den Newslettern des Organisationskomitees ja bereits, dass wir drauf achten sollten, dass Zypern und Israel auf der grünen Versicherungskarte nicht durchgestrichen ist.
Stefan hatte sein Auto schon bei seiner Versicherung angemeldet, dummerweise war da Israel nicht dabei, so dass wir also für wenigstens ein Auto eine Grenzversicherung in Israel benötigen. Das wollte ich für die anderen beiden Autos vermeiden und telefonierte einige Autoversicherungen an mit der Frage, ob Israel und Zypern in der grünen Versicherungskarte enthalten ist.

Die Wahl fiel bei den letzten beiden Autos auf die Allianz. Sollte eine gute Wahl sein, Israel und Zypern ist lt. Hotline enthalten. Prima. Also direkt online abgeschlossen, war der einfachste und schnellste Weg und sollte bei einem solchen Weltkonzern ja kein Problem darstellen. Dachte ich zu diesem Zeitpunkt jedenfalls noch. Bei unseren Autos handelte es sich um zwei Golf Kombi’s, die Ralf besorgt hat und einem VW Passat Kombi. Alle drei Autos waren in etwa genau 20 Jahre alt und der Zustand war zwischen „okay“ und „damit sollen wir drei Wochen lang fahren?“. Einer der Golf ’s hatte beispielsweise einen Riss in der Windschutzscheibe, die Tankanzeige funktionierte nicht mehr (das hatten aber sogar beide Golf ’s) und die Sitzbezüge hatten Ihre besten Tage eindeutig hinter sich. Auch der TÜV, der erneuert werden musste, wollte den einen Golf eigentlich nicht mehr zulassen. Glücklicherweise kannte einer von uns den TÜV-Menschen sehr gut.

Auf die TÜV-Prüfer-Frage „Das Auto geht ins Ausland und kommt nicht mehr zurück nach Deutschland?“ antworteten wir brav mit einem „Ja“, worauf die Frage noch einmal deutlich bekräftigt mit einem „Der kommt wirklich nicht mehr zurück nach Deutschland?“ erneut gestellt wurde und wir erneut mit einem „Der geht wirklich ins Ausland und sieht Deutschland nie wieder!“ geantwortet haben. Mit zwei zugedrückten Augen haben wir dann die TÜV-Plakette erhalten. Der Passat hatte von allen drei Autos den besten Zustand beim Start, was auch daran gelegen hat, dass Stefan und Sven hier sehr viel Arbeit im Vorfeld investiert haben. Trotzdem hatte der Passat keinen funktionierenden Tacho und man konnte das Tempo, was man fährt, also immer nur schätzen. Unterwegs wurde dann einfach über Funk die aktuelle Geschwindigkeit durchgegeben, aber dazu später mehr.
Mit der Bestätigung der Versicherung erst einmal beide Autos angemeldet und wenige Tage danach bei der Hotline angerufen, weil ich ja noch die grüne Versicherungskarte benötige. Die Antwort „Die erhalten Sie automatisch von uns zugesandt, sobald wir die Informationen von der Zulassungsstelle erhalten haben.“ stimmte mich weiterhin sehr positiv.

Nach knapp zwei Wochen (und noch zwei Wochen bis zum Rallyestart) war immer noch nichts von der Allianz im Briefkasten. Das war dann so langsam die Zeit zum Nervös werden. Ein erneuter Anruf bei der Allianz-Hotline war damit am Montag fällig, knapp zwei Wochen vor dem Start. Und in einer Woche schon musste ich ja eine digitale Kopie der grünen Versicherungskarte für die Israel-Einreise an das Organisationskomitee mailen. Es wurde also höchste Zeit.

Die Dame an der Hotline konnte mich interessanterweise erst einmal im System nicht finden, dann aber irgendwie doch. Und Sie meinte, dass irgendwas nicht so richtig wäre und wollte sich drum kümmern und notierte meine Rückrufnummer. Okay, dachte ich mir, das wird schon. Aber kein Rückruf am Montag. Am Dienstag war also ein erneuter Anruf fällig. Dummerweise hatte ich mir den Namen der Dame vom Vortag nicht notiert. Selbst schuld, kann ich da nur sagen. Natürlich hatte ich diesmal eine andere Dame am Telefon. Auch die fand mich erst mal nicht im System und meinte zu mir, dass das ja ein Online-Tarif sei und ich als Kunde da alles selbst machen müsse und ob ich keine Zugangsdaten hätte. Die hatte ich nicht. Das weitere Gespräch verlief in etwa in dieser Form (gekürzte Fassung, das Thema lief über ein paar Minuten im Kreise…):

Ich: „Ich brauche aber die grüne Versicherungskarte. Irgendwie müssen Sie mir da doch
helfen können?“
Allianz: „Das ist ein reiner Online-Tarif, da machen Sie das als Kunde alles selbst.“
Ich: „Aber wie soll ich mir denn bitte selbst eine grüne Versicherungskarte ausstellen? Das
können nur Sie als mein Vertragspartner!“
Allianz: „Tut mir leid, aber ich kann Ihnen da nicht helfen. Das müssen Sie alles online selber machen.“

Die Dame meinte dann noch, ich solle mich mal an die Geschäftsstelle meines Ortes wenden und gab mir die Rufnummer. Na super, dachte ich mir. Also bei der Allianz-Generalvertretung in Bornheim angerufen. Die Dame dort war wenigstens wirklich bemüht und am Donnerstag hatte ich dann meine grüne Versicherungskarte. Aber auch das war nicht so einfach, denn ich musste einen neuen Tarif rückwirkend abschließen, das Versicherungsentgelt für das erste Quartal vorab überweisen und quasi alle Fragen, die ich online schon beantwortet hatte, noch einmal beantworten.

Fazit: Das nächste Mal direkt in die Agentur, wenn es wirklich Allianz sein muss. Der Kundenservice der Hotline hat aber den Namen „Service“ nicht verdient. Aber was zählt, ist: ich habe zwei grüne Versicherungskarten, in denen Israel und Zypern enthalten ist. Endlich und rechtzeitig. Es kann also losgehen.

Bei diesem Text handelt es sich um einen Einblick in mein Buch „Die Allgäu-Orient Rallye 2013“. Das komplette Buch kannst du direkt hier bei mir unter diesem Link bestellen – auf Wunsch wird dein Exemplar auch handsigniert.
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